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Johnny CashRing of fire

Kurzinfo

Solist:
Johnny Cash (voc, acg)
Chor:
The Carter Family
Ensemble:
Jack Clement (acg)
Luther Perkins (elg)
Marshall Grant (bg)
W. S. "Fluke" Holland (dr)
Bill Pursell (p)
Carl Garvin (tp)
William K. "Bill" McElhiney (tp)
Komponist:
June Carter
Merle Kilgore
Erschienen:
1967

Biografie

Johnny Cash wuchs als Sohn armer Wanderarbeiter in Arkansas auf und verwirklichte in seinem Leben den amerikanischen Traum: er wurde einer der erfolgreichsten Sänger des Jahrhunderts und veröffentlichte über 100 Alben.

Schon in seiner Jugend schrieb und sang er eigene Lieder. Während des Koreakrieges ging er zur Air Force und wurde von 1951 bis 1954 in Landsberg am Lech stationiert. Nach seiner Rückkehr heiratete er Vivian Leberto, jobbte und bekam mit ihr drei Töchter. Abends spielte er selbstgeschriebene Songs in Clubs und kam bei derselben Plattenfirma wie Elvis unter Vertrag. 1956 veröffentlichte er "I walk the line", lange Jahre sein Lieblingssong und zugleich sein größter Erfolg. Es folgten weitere Hits und er lancierte sein Image vom harten "Westernman", was durch Auftritte in Western untermauert wurde. Wegen seiner schwarzen Kleidung hieß er "Man in Black". Er bekam sogar eine eigene Fernsehshow.

1965 wurde die Karriere jäh durch seine Verhaftung wegen Drogenschmuggels unterbrochen und es folgte der Entzug von Drogen, Alkohol und Medikamenten, wobei ihn seine spätere Frau June Carter unterstützte.

Legendär wurde sein Konzert in St. Quentin, einem Gefängnis in Kalifornien, das auf Platte erschien und heute auch als Film erhältlich ist. Dabei wurde er von den Tennessee Three bzw. Two begleitet, bestehend aus Marshall Grant, Carl und Luther Perkins. Einerseits voller Verständnis für Outlaws und Verbrecher, wandelte er sich später zum gottesfürchtigen Law-Order-Man. Mitte der 80er Jahre kam seine Karriere ins Stocken, sein bigottes Weltbild war außer Mode. Doch Ende der 80er schaffte er mit seinem Album "Water from the wells of home" ein unerwartetes Comeback mit Gästen wie Paul McCartney, den Everly Brothers u.a.

1993 begleitete er U2 auf ihre Tournee. 2000 erschien sein von der Kritik grandios aufgenommenes Album "Solitary Man", wo er Hits von U2, Nick Cave oder Tom Petty sang. Johnny Cash litt mittlerweile an Parkinson und trat seit 2001 nicht mehr auf. Am 12. September 2003 verstarb er an den Folgen einer schweren Diabetes in einem Krankenhaus in Nashville im Alter von 71 Jahren.

Für sein Duett mit June "Temptation" erhielten die beiden 2004 posthum einen Grammy. Die Verfilmung seines Lebens "Walk the Line" wurde ein Riesenerfolg.