Geschichte der Migration in Europa
Folgen für die Einwanderungsländer
SWR2 Radio Akademie vom Samstag, 26.5.2007 | 8.30 Uhr | SWR2
SWR2 Radio Akademie: "Fremde Heimat - Migration weltweit" (4)
Von Ruth Jung
Die blutige Geschichte Europas hat jahrhundertelang Flucht und Vertreibung zur Folge gehabt. Im 20. Jahrhundert wurde Europa selbst die neue Heimat von Flüchtlingen vor allem aus Afrika und Asien. Auch die innerdeutsche Diskussion hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Jahrelang bewegte sie sich nur zwischen Ausländerfeindlichkeit einerseits und Multikulti-Schwärmerei andererseits. Jahrzehnte hat es gedauert, bis sich Deutschland mit dem Zuwanderungsgesetz dazu bekannt hat, Einwanderungsland zu sein. Die demografische Entwicklung spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle.
Literatur:
- Bade, Klaus J.: Sozialhistorische Migrationsforschung; Göttingen 2004
- Bade, Klaus J.: Europa in Bewegung. Vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. München 2002
- Cloots, Anacharsis; Oeuvres. Ecrits et discours de la période révolutionnaire; Kraus Reprint München, Edhis Paris 1980
- Hazan, Eric: Die Erfindung von Paris. Kein Schritt ist vergebens; Zürich 2006
- Liauzu , Claude: Colonisation: droit d’inventaire; Armand Colin, Paris 2004
- Noiriel, Gérard: Atlas de l’immigration en France; Éditions Autrement, Paris 2002
- Noiriel, Gérard: Die Tyrannei des Nationalen. Sozialgeschichte des Asylrechts in Europa; Lüneburg 1994
- Noiriel, Gérard: Le Creuset français. Histoire de l’immigration, XIXe – XXe siècle; Éditions du Seuil, Paris 1988
Mehr zum Thema im WWW
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La Cité Nationale de l´Histoire de Immigration
Homepage in französischer Sprache: Das französische Zentrum "Geschichte der Immigration" ist eine Einrichtung des Kultusministeriums. Aufgabe des Zentrums ist es unter anderem, die Projekte für das Europajahr 2008 zu koordinieren. Frankreich hat 2008 in der zweiten Jahreshälfte die EU-Ratspräsidentschaft inne.
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Mouvement des indigènes de la République
Homepage in französischer Sprache: Bürgerbewegung, unter anderem mit dem Ziel, auf die Diskriminierung von Immigranten aufmerksam zu machen
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Amt für Multikulturelle Angelegenheiten
Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) wurde 1989 eingerichtet mit der Aufgabe, die Gestaltung des friedlichen Zusammenlebens von Menschen deutscher und ausländischer Nationalität, unterschiedlicher Herkunft und Religionszugehörigkeit zu fördern.
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Universität Osnabrück: Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
Die Aufgaben des Instituts sind, die Forschungen zu Migration und interkulturellen Fragen zu intensivieren und zu koordinieren, die Öffentlichkeit kritisch zu informieren und den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern.
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Heinnrich Böll Stiftung
Die Heinrich Böll Stiftung präsentiert ein vielfältiges Angebot an Informationen, Analysen und Meinungen zu den Themen Zuwanderung, soziale und politische Integration sowie zu einem produktiven Umgang mit kultureller Vielfalt in Institutionen.
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Förderverein PRO ASYL
Der Förderverein "PRO ASYL" setzt sich dafür ein, dass das Schicksal von Flüchtlingen nicht in Vergessenheit gerät und versucht durch Information der Öffentlichkeit rassistischen Tendenzen entgegenzuwirken.