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Grüße von den Füßen  Wirkt die Fußreflexzonenmassage?

Jedes Organ, jeder Muskel und jeder Knochen ist mit unseren Füßen über so genannte Reflexzonen verbunden - davon sind Therapeuten und viele Patienten überzeugt. Durch eine Massage dieser Fußreflexzonen sollen sich Diagnosen stellen und Leiden lindern lassen. Was ist dran an dieser Massagetechnik?

Fußreflexzonemassage


Die Farben der Füße

Die Reflexzonen - so die Theorie - stellen die Organe des Menschen dar. Auf einer Karte sind die Füße daher in rote, gelbe und grüne Bereiche unterteilt; diese sollen die Reflexzonen an den Füßen darstellen. Wenn man sich also den Kopfbereich vornimmt – ob das Ohren sind oder die Zähne - das sind die Gebiete, welche parallel im Zehenbereich oberhalb des Fußballens liegen. Die Zonen für den Brustkorb befinden sich auf dem Fußrücken oder im Ballenbereich. Unter dem Ballen, wo die Haut heller wird am Fuß, fängt die Reflexzone für den Bauchraum an. Und da, wo der Beckenbereich ist – die Blase oder Darm -, diesen findet man im unteren Bereich der Ferse vor, oder auch im ganzen Fersenbereich.

Füße als Spiegel der Gesundheit?

Erfahrene Therapeuten können durch das Abtasten der Festigkeit der Haut und des Gewebes oder wenn bestimmte Bereiche der Füße besonders schmerzempfindlich sind, Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen gewinnen. Dies geschieht immer in direkter Rücksprache mit dem Patienten. Nur so lässt sich die Schmerzempfindlichkeit der jeweiligen Stelle zu prüfen.

Relevanz in der klassischen Medizin?

Susanne Dörffel, Ärztin für Innere Medizin und Naturheilverfahren, verweist jedoch auf die gute und notwendige Trennung zwischen Therapie und Diagnostik. Denn einen wissenschaftlichen Zusammenhang von Fußzonen und inneren Organen gibt es bislang nicht. Trotz mangelnder Evidenz in kontrollierten Studien hat die Fußreflexzonenmassage sehr oft eine nützliche Wirkung gegen Schmerzen, Depressionen, Angst und Stress und steigert das Wohlbefinden der Patienten.

Dies scheint daran zu liegen, dass die Massage über das vegetative System den Sympathikus und den Parasympathikus erreicht. Beide kann man auf bewusstem Wege nicht selbst beeinflussen. Dieser Teil des vegetativen Nervensystems soll ganz gut über die Fußzonen reguliert werden können, behaupten jedenfalls die Anhänger der Methode. Ist der Sympathikus aktiv, sind wir aufgeregt, wie zum Beispiel in einer unangenehmen Prüfungssituation. Der Parasympathikus hingegen sorgt für Ruhe, Erholung und Schonung.

Muße für die Füße

Durch die Fußreflexzonenmassage öffnen sich die Gefäße, die Durchblutung verbessert sich und die Herzfrequenz wird langsamer. Dies löst eine durchgehende Erwärmung des Körpers aus, gerade auch bei Rückenschmerzen und Migräne kann dies umgehend und heilend wirken.

Füße im Sand

Sanfte Fußmassage am Strand

Vor allem Menschen, die sich gut entspannen und die Berührungen genießen können, können bereits wenige Massage-Behandlungen helfen, um ihren Körper wieder in ein gesünderes Gleichgewicht zu bringen. Ärzte empfehlen jedoch, die Fußreflexzonenmassage nur ergänzend einzusetzen, nicht als alleinige Therapie.

Von Dorothea Brummerloh; Internetfassung: Ulrike Barwanietz & Ralf Kölbel

Letzte Änderung am: 22.11.2012, 10.14 Uhr

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