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SWR2 erinnert an den Amoklauf mit vor einem Jahr
16 Tote – das ist die schreckliche Bilanz. Am 11. März 2009 schoss ein 17-Jähriger in seiner ehemaligen Schule – der Albertville-Realschule in Winnenden – gezielt auf Schüler und Lehrer. Anschließend erschoss er zwei weitere Menschen in Wendlingen. Dann tötete er sich selbst.

Ein Jahr ist seit dem Amoklauf im baden-württembergischen Winnenden vergangen. Was hat sich in den letzten zwölf Monaten dort verändert? Gab es Auswirkungen auf den Schulunterricht? Wie haben Lehrer, Schüler und Angehörige der Opfer diesen Alptraum verarbeitet?
Marie-Luise Sulzer und Winfried Maurer aus der Landeskultur in Stuttgart haben zwei betroffene Familien ein Jahr lang begleitet. Gemeinsam mit den Familien entstanden zwei Sendungen, in denen die Opfer ein Gesicht bekommen und in denen deutlich wird, auf welche Art die Zurückgebliebenen versuchen, mit dem schrecklichen Ereignis und dem Verlust fertig zu werden. So erinnern sich im Feature "Leben nach der Katastrophe" die Mitglieder der einen Familie in Gesprächen an den 11. März 2009 und an die Tochter und Schwester Selina, während die Eltern einer anderen Schülerin sich in Klavierkompositionen und Briefen ausdrücken. Das Feature wird am Samstag, den 6.3. um 22.03 Uhr gesendet und steht schon am 5.3. ab 18 Uhr im Internet zum Download bereit. Eine weitere Sendung über die Familie von Selina ist am 5.3. um 10.05 Uhr in SWR2 Leben zu hören.
Für SWR2 Dschungel ging Monika Kursawe, Studentin vom Lernradio Karlsruhe, nach Winnenden, um zu erfahren, wie es den Menschen dort heute geht. Sie sprach mit der Schulleiterin der Albertville-Schule, mit Schülern, Lehrern und anderen und war erstaunt zu erfahren, dass ihre Gesprächspartner nicht verlernt haben, von einer besseren Welt zu träumen. Ihre Sendung "Wir haben einen Traum" wird am Montag, den 8. März um 19.20 Uhr in SWR2 Dschungel gesendet.
Letzte Änderung am: 03.03.2010, 10.54 Uhr