Sendung vom Montag, 26.12.2011 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Reinold Hermanns

Im Herbst 1985 stieg die US-Raumfähre Challenger in den erdnahen Weltraum. An Bord waren auch zwei deutsche Raumfahrer, die beiden Astronauten Ernst Messerschmid und Reinhard Furrer. Sie betreuten zahlreiche Versuchsanordnungen der Mission D1, des ersten von Deutschland finanzierten, 7-tägigen Spacelab-Flugs.
Der gebürtige Reutlinger Messerschmid hatte nach einer Flaschnerlehre im elterlichen Betrieb zunächst Physik studiert und kam über verschiedene wissenschaftliche Stationen im In- und Ausland zur Astronautik; kurz nach seinem einwöchigen Aufenthalt im All ging er an die Universität Stuttgart, wo er, nach seiner Berufung als ordentlicher Professor, Direktor des Instituts für Raumfahrtsysteme wurde; dazu leitete er später das Europäische Astronautenzentrum in Köln. Er publizierte zahlreiche Schriften zu technischen Systemen, Nutzungsperspektiven und Anwendungsmöglichkeiten der Raumfahrt. Er ist bis heute Ratgeber für die Ausbildung von Astronauten, für Fragen der Weltraumforschung und ihre praktische Anwendung sowie für die Perspektiven internationaler wissenschaftlicher und technischer Zusammenarbeit.
Letzte Änderung am: 30.11.2011, 11.55 Uhr