im Gespräch mit Lerke von Saalfeld
Sendung vom Samstag, 23.7.2011 | 17.05 Uhr | SWR2

Karl-Markus Gauß, 1954 in Salzburg geboren und immer noch dort lebend, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, Essayist, Literaturkritiker, Herausgeber. Seine Leidenschaft gilt dem Europa der Peripherie, den vergessenen Minderheiten, die ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Vielfalt Europas sind. Über 20 Minderheiten - von Schweden über Litauen, die Slowakei, das Schwarze Meer, Mazedonien bis nach Kalabrien - hat er aufgesucht und über sie geschrieben.
Gauß ist zum Chronisten der in der Geschichte Gescheiterten geworden. Aber er ist kein Nostalgiker, ihn fasziniert: Was treibt die Menschen um? In welchen Traditionen stehen sie? Und gleichzeitig gesteht der Autor, ihm sei die Emphase des Retters von Minderheiten ein wenig abhanden gekommen, er strebe neuen Ufern zu.
Letzte Änderung am: 13.05.2011, 10.15 Uhr