im Gespräch mit Reinold Hermanns
Sendung vom Samstag, 2.7.2011 | 17.05 Uhr | SWR2

Günter Herburger, Jahrgang 1932, arbeitete als Sekretär, Journalist und Straßenbauarbeiter und ging viel auf Reisen, mit längeren Aufenthalten in Frankreich, Spanien, Italien und Nordafrika. Im Lauf von vier Jahrzehnten schrieb er Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Hörspiele, Gedichte, Essays und Drehbücher.
Bekannt wurden unter anderem seine "Thuja"-Romantrilogie und die von Bernhard Wicki verfilmte Erzählung "Die Eroberung der Zitadelle". Bekannt ist auch seine Leidenschaft für das Langstreckenlaufen ("Lauf und Wahn") als Möglichkeit zur Erweiterung und Schärfung eigener Wahrnehmung und Empfindung.
Zum poetischen "Lebens-Lauf" Günter Herburgers gehört die Schilderung der deutsch-deutschen Gesellschaft aus einer Alltagswahrnehmung, Traumgeschichte, skurrile Fantasien und politische Utopien ineinanderfügenden Schreib-Perspektive. Nach langen Jahren in München lebt Herburger heute wieder in seiner Geburtsstadt Isny, als kritischer Beobachter einer zunehmend "durchökonomisierten" Landschaft, die ihre Bedeutung als „Heimat“ längst verloren hat.
Buch-Tipp:
Günter Herburger: Ein Loch in der Landschaft. Gedichte. A1 Verlag, München 2010, Preis: 18,80 Euro
Letzte Änderung am: 13.05.2011, 10.08 Uhr