Sendung vom Samstag, 2.4.2011 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Eva Lauterbach

Ein Rollstuhl, der auf Gehirnströme reagiert, "locked-in"-Patienten, stumm und bewegungslos, die sich über ihre Hirnaktivität mitteilen, hyperaktive Kinder, die - ohne Medikamente - ihre Gehirnprozesse verändern können - das sind Ausschnitte aus dem spannenden Arbeitsalltag des Leibniz-Preisträgers Niels Birbaumer, Psychologe und Hirnforscher an der Universität Tübingen.
1945 in der Tschechoslowakei geboren, ging Birbaumer später in Wien zur Schule: mit 14 kriminell, mit 23 wegen politischer Agitation von der Universität geflogen und mit knapp 30 – eher unfreiwillig – Professor in Tübingen. Eine Stadt, die er nicht sonderlich liebt, in der sich aber gut arbeiten lässt.
Nicht nur das Gehirn scheint ungenutzte Fähigkeiten zu besitzen, vor allem die rasante Entwicklung der Technik, rückt manchen Menschheitstraum in fast greifbare Nähe. Wird man eines Tages Gedanken lesen können? Niels Birbaumer hält das durchaus für möglich.
Letzte Änderung am: 20.02.2011, 03.22 Uhr