Sendung vom Samstag, 23.10.2010 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Uwe Kossack
In der Begründung der Jury zum diesjährigen Georg-Büchner-Preis an Reinhard Jirgl heißt es, Jirgl habe in seinem Romanwerk "von epischer Fülle und sinnlicher Anschaulichkeit ein eindringliches, oft verstörend suggestives Panorama der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert entfaltet".
Reinhard Jirgl wurde am 16. Januar 1953 in Ost-Berlin geboren. Er machte eine Lehre als Elektromechaniker und studierte danach ab 1971 Elektronik an der Berliner Humboldt-Universität. Noch während des Studiums begann er mit ersten Prosatexten. Ab 1975 schrieb Jirgl kontinuierlich und brachte es bis zur politischen Wende in der DDR im Jahre 1989 auf sechs unveröffentlichte Bücher. Erst nach dem Mauerfall 1990 konnten sie erscheinen. Die entscheidende Änderung in der öffentlichen Wahrnehmung, auch seine persönliche Wende, wie Jirgl es beschreibt, kam 1993, als er für seinen Roman "Abschied von den Feinden" mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet und Autor des Carl Hanser Verlags wurde, der seitdem seine Bücher veröffentlicht.
Letzte Änderung am: 12.09.2010, 03.20 Uhr