Sendung vom Samstag, 20.3.2010 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Petra Pfeiffer
Anfangs hatte sie regelrecht Angst davor, in der Synagoge den Gebetsschal, den Tallit, zu tragen. Und auch mit der Kipa auf dem langen lockigen Haar musste sie sich erst mühsam anfreunden. Denn Elisa Klapheck wurde mit der Vorstellung groß, dass nur Männer Rabbiner werden können. Heute, mit Mitte 40, ist es für Elisa Klapheck selbstverständlich geworden, als Frau den Schabbatgottesdienst zu leiten und zu predigen. Innerhalb der jüdischen Gemeinde Frankfurt ist die liberale Rabbinerin für den "Egalitären Minjan" zuständig, eine Gruppierung, in der Männer und Frauen von vornherein gleiche (religiöse) Rechte haben. Bevor sie sich im Fernstudium zur Rabbinerin ausbilden ließ, studierte Klapheck Politologie und arbeitete als Journalistin, z.B. für die taz. Ihr Interesse an der Religion entdeckte die Tochter einer Jüdin erst nach und nach.
Letzte Änderung am: 07.02.2010, 05.15 Uhr