Sendung vom Samstag, 6.6.2009 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Reinold Hermanns
Klaus Feßmann ist Pianist, Komponist, Gestalter musikalischer Graphiken und lehrt als Professor am Mozarteum in Salzburg. Angeregt durch Arbeiten des Bildhauers Elmar Daucher wandte sich der bei Tübingen lebende Feßmann einst dem Klang der Steine zu. Er schuf zahlreiche Klangplastiken für die Realisierung eigener Kompositionen, die, teilweise unter Einbeziehung von E-Cello, Schlagwerk oder Saxophon, in Steinbrüchen, Kathedralen, Kreuzgängen und Fabrikhallen aufgeführt werden. Die Dimensionen der Klangsteine haben Feßmann mittlerweile ein weites Feld eröffnet, in dem Vorstellungen und Wahrnehmungsweisen unterschiedlicher Kulturen mit unserem Gegenwartsdenken „in Schwingung geraten“. Der Klangstein als „Gedächtnis der Erde“ entfaltet sein Wirkungspotential bei Feßmann über den Bereich der Musik hinaus auch im Zusammenhang mit Architektur und Stadtbild, im Zuge der Therapie bzw. Rehabilitation beispielsweise Demenzerkrankter sowie bei sozialpädagogischen Antiaggressionsprojekten an Schulen.
Letzte Änderung am: 12.03.2009, 11.48 Uhr