Sendung vom Samstag, 28.3.2009 | 17.05 Uhr | SWR2
ehemaliger Leiter der Museums- und Publikationsabteilung im Deutschen Literatur-Archiv in Marbach,
im Gespräch mit Winfried Maurer
Wenn heute das Literaturarchiv in Marbach von vielen als die Deutsche Nationalbibliothek angesehen wird, dann hat Friedrich Pfäfflin einen großen Anteil daran. Über 25 Jahre hinweg hat er mit wechselnden Ausstellungen zu literarischen Themen das Literaturarchiv in der ganzen Welt berühmt gemacht. Mit seinen Publikationen, beispielsweise den „Marbacher Magazinen“, hat er für die anspruchsvolle Literatur eine große Öffentlichkeit erreicht. Friedrich Pfäfflin hatte als Buchgestalter immer ein sehr sinnliches Verhältnis zu Büchern. Er hat Buchumschläge entworfen, die literarischen Programme von namhaften Verlagen entwickelt und die Urheberrechte von Karl Kraus verwaltet. Die Anzahl seiner herausgegebenen Bücher ist kaum zu überblicken. Wie nebenbei initiierte Pfäfflin auch die Gründung der „Arbeitsstelle für literarische Museen und Gedenkstätten in Baden-Württemberg“. Vor 8 Jahren ist Pfäfflin in den Ruhestand gegangen, aber nur um die „Bibliothek Janowitz“ ins Leben zu rufen, in der 17 Bände von und um Karl Kraus erschienen sind. Heute ist Friedrich Pfäfflin Mitglied der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung.
Letzte Änderung am: 15.02.2009, 05.24 Uhr