Sendung vom Samstag, 31.1.2009 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Jürgen Hoeren
Er ist ein Wanderer zwischen den Welten - der Mongole Galsan Tschinag, der seine Bücher nicht in mongolisch, sondern in deutsch schreibt, der einige Monate des Jahres in Deutschland lebt und dann wieder in die mongolische Steppe zurückkehrt. "Es hat gestunken nach zivilisierter Welt. Dann habe ich die Umgebung mit den Ohren wahrgenommen. Sie hat mich angezischt von allen Seiten. Alles war so laut, so höllisch laut" - so beschreibt Galsan Tschinag seine ersten Deutschland-Eindrücke, als er mit 18 Jahren für ein sechsjähriges Germanistik-Studium nach Leipzig kam. Tschinag ist jüngster Sohn einer Nomadenfamilie der Tuwa. Tschinag ist Schriftsteller und Schamane. Von seiner Tante wurde er in die Künste des Schamanismus eingeführt. Er praktiziert sie, meidet aber spektakuläre Aussagen.
Letzte Änderung am: 03.02.2009, 08.45 Uhr