Sendung vom Samstag, 5.7.2008 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Marie-Luise Sulzer

Tom Segev gehört zu Israels so genannten „Neuen Historikern“. In seinen Büchern hinterfragt er immer wieder Tabus und Mythen der israelischen Gesellschaft: So weist er nach, dass Palästinenser 1948 nicht einfach geflüchtet sind, sondern dass viele von Juden vertrieben wurden. Er schreibt über das Desinteresse der Juden im Palästina der 30er Jahre gegenüber dem Schicksal der Juden, die von Nazi-Deutschland verfolgt und ermordet wurden. Und er weist nach, warum der schnelle Sieg im 6-Tage-Krieg für die Israelis ein Pyrrhussieg war. Tom Segev, Jahrgang 1945, ist Sohn deutscher Juden, die in den 30er Jahren aus Nazi-Deutschland nach Palästina geflüchtet sind.
Buch-Tipps:
Die ersten Israelis. Die Anfänge des jüdischen Staates, Tom Segev, Siedler Verlag (2008), ISBN: 978-3886808892, Preis: EUR 24,95
1967. Israels zweite Geburt, Tom Segev, Siedler Verlag (2007), ISBN: 978-3886807673, Preis: EUR 28,00
Es war einmal ein Palästina. Juden und Araber vor der Staatsgründung, Tom Segev, Pantheon Verlag (2006), ISBN: 978-3570550090, Preis: EUR 14,90
Letzte Änderung am: 19.05.2008, 17.52 Uhr