Sendung vom Samstag, 2.2.2008 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Reinhard Hübsch

In einem Kulturbetrieb, der Eindeutigkeiten geradezu fordert, fiel Hellmuth Karasek mit seinen Vielseitigkeiten auf: Er publizierte über Kinogrößen wie Woody Allen und Billy Wilder, machte sich – nicht zuletzt im “Literarischen Quartett” – als Literaturkritiker einen Namen und schrieb auch über das Theater, dem er eine Zeitlang sogar als Chefdramaturg diente. Daneben wechselte er immer wieder die Seiten: War er eben noch als journalistischer Beobachter aktiv, mischte er sich wenig später als Romancier (etwa mit dem Roman “Betrug”) unter die Schriftsteller, wenig später fand man ihn unter den Dramatikern (mit Stücken wie “Hitchcock, eine Komödie” oder “Innere Sicherheit”), der kurz darauf in “Süßer Vogel Jugend” über das Alter sinnierte. Als Honorarprofessor lehrt er in Hamburg Theaterwissenschaft, in Berlin fungierte er als Mitherausgeber des “Tagesspiegel”, der “Spiegel-Kultur“ stand er lange Jahre als Ressortleiter vor, jüngst verpflichtete er sich dem Axel-Springer-Verlag als Autor.
Buchtipps:
Süßer Vogel Jugend oder Der Abend wirft längere Schatten, Hellmuth Karasek, Hoffmann und Campe (2006), ISDN: 978-3455400168, Preis EUR 18,95
Auf der Flucht. Erinnerungen, Hellmuth Karasek, Ullstein Taschenbuchverlag (2006) ISDN: 978-3548368177, Preis EUR 8,95
Letzte Änderung am: 23.12.2007, 04.26 Uhr