Sendung vom Samstag, 5.1.2008 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Barbara Dobrick
Aharon Appelfeld wurde 1932 in Czernowitz in der Bukowina geboren, als einziges Kind gebildeter, wohlhabender und assimilierter Juden. Nach dem Einmarsch der Deutschen 1940 wurden Appelfelds Mutter und Großmutter ermordet. Der Junge und sein Vater wurden in einem viele Wochen dauernden Marsch in ein Ghetto gezwungen. Dort verlor der 8-Jährige seinen Vater und gelangte in die Wälder. Er überlebte als Gehilfe Krimineller und kam schließlich 1946 nach Palästina. Ein Jahr nur war er zur Schule gegangen, und seine Muttersprache Deutsch hatte er nahezu vergessen.
In Israel lernte er Hebräisch, holte die fehlende Schulbildung nach, studierte und wurde Professor für Hebräische Literatur. Barbara Dobrick hat Aharon Appelfeld in Berlin getroffen und mit ihm über seinen Lebensweg, seine Bücher und sein Judentum gesprochen.
Buchtipps:
Elternland, Aharon Appelfeld, Verlag Rohwolt (2007), ISBN: 978-3871345517, Preis EUR 17,90
Geschichte eines Lebens, Aharon Appelfeld, Verlag Rohwolt (2006), ISBN: 978-3499242472, Preis EUR 8,90
Letzte Änderung am: 25.11.2007, 04.27 Uhr