Sendung vom Dienstag, 25.12.2007 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Eggert Blum
In der alten Kaiserstadt Xi'an in China wurde Fang Yu 1953 geboren. Er lebt heute in Berlin, als Schauspieler, Synchronsprecher, Übersetzer und Regisseur. Er kann Hochschulabschlüsse in Germanistik und Sinologie vorweisen - und hat doch in China nur acht Jahre lang die Schule besucht. Wobei davon noch zwei Jahre dem rituellen Auswendiglernen und Deklamieren der Mao-Bibel gewidmet waren. 1966 brach die Kulturrevolution über den Dreizehnjährigen herein, die Schulen wurden geschlossen. Später kam die "ideologische Umerziehung", als Arbeitseinsatz im Tunnelbau. Der Weg zur Universität führte über heimliches Selbststudium nach der Arbeit in einer LKW-Fabrik. 1982 kam Fang Yu nach Deutschland. Seit einigen Jahren entdeckt er seine chinesische Heimat erneut - als Dokumentarfilmer.
Letzte Änderung am: 11.12.2007, 03.04 Uhr