Sendung vom Samstag, 21.7.2007 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Reinold Hermanns
Günter Herburger, Jahrgang 1932, arbeitete als Sekretär, Journalist und Straßenbauarbeiter und ging viel auf Reisen, mit längeren Aufenthalten in Frankreich, Spanien, Italien und Nordafrika. Im Lauf von vier Jahrzehnten schrieb er Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Hörspiele, Gedichte, Essays und Drehbücher. Bekannt wurden u.a. seine „Thuja“-Romantrilogie und die von Bernhard Wicki verfilmte Erzählung „Die Eroberung der Zitadelle“; bekannt ist auch seine Leidenschaft für das Langstreckenlaufen („Lauf und Wahn“) als Möglichkeit zur Erweiterung und Schärfung eigener Wahrnehmung und Empfindung. Zum poetischen „Lebens-Lauf“ Günter Herburgers gehört die Schilderung der deutsch-deutschen Gesellschaft aus einer Alltagswahrnehmung, Traumgeschichte, skurrile Fantasien und politische Utopien ineinanderfügenden Schreib-Perspektive. Nach langen Jahren in München lebt Herburger heute wieder in seiner Geburtsstadt Isny, als kritischer Beobachter einer zunehmend „durchökonomisierten“ Landschaft, die ihre Bedeutung als „Heimat“ längst verloren hat.
Letzte Änderung am: 17.06.2007, 02.17 Uhr