Sendung vom Samstag, 7.7.2007 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Barbara Dobrick

Felix Huby, Jahrgang 1938, wuchs in Dettenhausen bei Tübingen auf, und sein Berufsziel war klar: Lehrer werden wie der Vater. Doch dann wurde er im Abitur beim Schummeln erwischt und von der Schule verwiesen. Danach wollte er allen zeigen, dass er auch ohne Reifezeugnis Karriere machen kann. Das gelang ihm zunächst als Journalist. Während seiner Zeit als Spiegel-Büroleiter in Stuttgart entstanden seine ersten Kriminalromane, aber Rudolf Augstein wollte, dass sein Mitarbeiter sie unter Pseudonym veröffentlicht. So wurde aus Eberhard Hungerbühler Felix Huby. Und als Hungerbühler sich ganz aufs fiktive Schreiben konzentrierte, war Huby bereits ein Markenzeichen. 700 Drehbücher für Fernsehfilme hat Felix Huby geschrieben. Seine bekannteste Figur ist der Tatort-Kommissar Bienzle, der auch in zahlreichen Huby-Romanen im Schwäbischen ermittelt. Aber er hat auch für Schimanski, Palu und Jan Casstorff Tatort-Drehbücher geschrieben. Wer all seine Einzelfilme und Serien aufzählen wollte, darunter „Oh Gott Herr Pfarrer“, „Ein Bayer auf Rügen“, „Tierarzt Dr. Engel“, hätte lange zu tun. Am wohlsten fühlt Huby sich jedoch beim Schreiben seiner Romane, und seine Arbeiten fürs Theater machen ihm besonders viel Freude.
Letzte Änderung am: 27.05.2007, 03.45 Uhr