Sendung vom Samstag, 28.4.2007 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Reinhard Hübsch

Unter ärmlichen Verhältnissen ist er Anfang der 50er Jahre aufgewachsen, als uneheliches Kind „gesellschaftlich geächtet, eine harte Pein“, sein Studium finanzierte er als Paketzusteller – diese Kindheits- und Jugenderfahrungen haben DGB-Chef Michael Sommer geprägt. Im Mai 2004 übernahm er das höchste deutsche Gewerkschaftsamt, und seither ist er bemüht, „das Bild der Gewerkschaften in der Öffentlichkeit zu verbessern“. Da gibt es viel zu tun, denn der deutschen Arbeiterbewegung laufen in Scharen die Mitglieder davon: Seit der deutschen Wiedervereinigung sank die Zahl von knapp 12 auf 7 Millionen. Innerlich fraktioniert, mit der SPD – die traditionell als Partei der Arbeitnehmer galt – immer wieder im heftigen Clinch, muss Michael Sommer einen schwierigen Weg der Integration suchen, um dem deutschen Gewerkschaftsbund politischen Einfluss zu sichern. Über seine Biografie und seine Arbeit hat Reinhard Hübsch mit dem DGB-Vorsitzenden gesprochen.
Letzte Änderung am: 23.04.2007, 11.48 Uhr