Sendung vom Samstag, 5.5.2007 | 17.05 Uhr | SWR2
im Gespräch mit Jochen Rack
Im Jahr 2003 erhielt Alexander Kluge den Büchner-Preis für sein umfangreiches literarisches Werk: eine enzyklopädische Sammlung von Geschichten, in denen er beginnend mit den „Lebensläufen“ (1962) bis zu seinen „Geschichten vom Kino“ (2007) das Zeitgeschehen reflektierend und erzählend zu begreifen sucht. Kluges Geschichten entspringen seinem aufklärerischen Interesse, die Lücken möglicher Freiheit und Selbstbestimmung zu finden, die dem Menschen in einer diabolischen Geschichte bleiben. „Wohin fliehen? Was heißt Macht? Wem kann man trauen?“ lauten seine Leitfragen. Im Gespräch mit Jochen Rack äußert er sich über die Rolle der Gefühle im Geschichtsprozess, die Globalisierung wie die jüngsten Kriege, gibt aber auch Auskunft über seinen Familienroman und den privaten Hintergrund seines Schaffens.
Letzte Änderung am: 29.03.2007, 14.10 Uhr