im Gespräch mit Marie-Dominique Wetzel
Sendung vom Samstag, 3.3. | 17.05 Uhr | SWR2

Ewald Karl Schrade ist eine Kämpfernatur. Kaum einer hat seinem Projekt, in Karlsruhe eine neue Kunstmesse zu gründen, Zukunftschancen eingeräumt. In diesem Jahr findet seine "art Karlsruhe" nun schon zum neunten Mal statt und sie behauptet sich gut zwischen Köln und Basel.
Immer wieder hat Ewald Karl Schrade während seiner beruflichen Laufbahn viel Mut und ein gutes Gespür bewiesen. Eigentlich hatte er eine Ausbildung aus Modellschreiner gemacht, aber mit 19 Jahren verlor er bei einem Motorradunfall seine rechte Hand. Schrade lernte um und wurde Versicherungskaufmann. Als Zweigstellenleiter der Württembergischen Landessparkasse machte es ihm aber schon bald am meisten Spaß, die Kunst-Ausstellungen zu organisieren.
1971 gründete er dann seine erste eigene Galerie in Reutlingen. Einige Jahre später sanierte er auf eigene Kosten Schloss Mochental bei Ehingen, das sich im Besitz des Landes befindet, und eröffnete dort 1985 eine riesige Galerie und Künstlerbegegnungsstätte. Zu "seinen" Künstlern pflegt der Galerist sehr engen Kontakt und er vertritt berühmte Namen genauso engagiert wie unbekanntere Künstler.
Im vergangenen Jahr wurde der 70-Jährige zum "Kunsthändler des Jahres" gewählt.
Letzte Änderung am: 06.02.2012, 11.44 Uhr