Sendung vom Sonntag, 30.10.2011 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Gert Heidenreich
Alles, was wir machen, geschieht neuerdings im Turbogang: Wir wollen, dass unsere Kinder nach acht Jahren das Gymnasium hinter sich haben, dass sie in drei Jahren das BA-Studium beenden können. Wir wollen möglichst schnell und effizient arbeiten, um in der Freizeit möglichst viele Angebote zur Zerstreuung wahrnehmen zu können. Wir wollen irgendwie in möglichst kurzer Zeit alles - und was bleibt dabei auf der Strecke? Der Schriftsteller und Journalist Gert Heidenreich nimmt diese Entwicklung kritisch unter die Lupe. (Wiederholung)
* Zum Autor:
Gert Heidenreich, geb. 1944, lebt als freier Schriftsteller in Oberbayern. Er studierte alte und neuere deutsche Literatur, Theaterwissenschaft, Soziologie und Philosophie und arbeitete als Theaterautor und als Journalist für mehrere Rundfunkanstalten und renommierte Zeitungen und Zeitschriften. Seit 1970 unternahm er weltweite (Lese-) Reisen, auch für das Goethe-Institut, die ihn u. a. nach Afrika, Ägypten, Island, Japan, USA, Russland, Usbekistan und Kirgistan führten. Außerdem ist er als Sprecher für Rundfunk, Fernsehen und Hörverlage tätig und Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Gert Heidenreich hat zahlreiche Preise erhalten, darunter den Adolf Grimme Preis.
Bücher (Auswahl):
- Das Fest der Fliegen. LangenMueller. 2009.
- Die Nacht der Händler. LangenMueller. 2009.
- Im Dunkel der Zeit. Kriminalroman. dtv. 2008.
Letzte Änderung am: 30.10.2011, 08.30 Uhr