Der Schriftsteller Maxim Gorki neu entdeckt
Sendung vom Donnerstag, 26.1. | 8.30 Uhr | SWR2
Von Antje Leetz und Michael Leetz
Maxim Gorki (1868 - 1936) gilt als Begründer des Sozialistischen Realismus in der Literatur. In seinen frühen Erzählungen und dem Drama "Nachtasyl" findet er Helden, die in der russischen Literatur bis dahin nie so hautnah beschrieben wurden: die Erniedrigten und Beleidigten, die in jeder Hinsicht obdachlosen Menschen. Ende des 19. Jahrhunderts, als sich die revolutionäre Situation in Russland zuspitzte, war Gorki der populärste Schriftsteller des Landes. Seine Leser nannten ihn "Sturmvogel der Revolution". Zu sowjetischen Zeiten erstarrte der Autor zu einem Denkmal. Doch als die Sowjetunion unterging, sollte auch der "Sturmvogel der Revolution" zum alten Eisen gelegt werden. Heute werden sein Leben und Werk neu entdeckt. Auch jüngere Theaterregisseure bringen Gorkis Stücke auf die Bühne, weil sie in ihnen Parallelen zu Lebenssituationen und Ängsten heutiger Generationen finden.
Letzte Änderung am: 20.01.2012, 12.05 Uhr