Soziale und ökologische Folgen einer Monokultur
Sendung vom Dienstag, 8.6.2010 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Steffi Holz
"Noch vor 30 Jahren war hier alles mit Wald bedeckt", erinnert sich Ökolandwirt Gerónimo Arévalo, "heute leben wir in einer Soja-Wüste". Das kleine Land Paraguay im Herzen des südamerikanischen Subkontinents stieg in den letzten Jahren zum weltweit viertgrößten Sojaexporteur auf. Die Nachfrage nach Soja als Tierfutter und Biokraftstoff treibt die Preise für die "Wunderbohne" in die Höhe und macht den Anbau profitabel. Doch die Monokultur zerstört nicht nur die Umwelt, sondern bedroht auch die kleinbäuerliche Landwirtschaft und vergiftet die Bevölkerung. Während sich Kleinbauern in Paraguay gegen die Invasion des weltweit operierenden Agri-Business wehren, landet in Deutschland längst verstecktes Gen-Soja auf unseren Tellern.
Letzte Änderung am: 23.04.2010, 09.04 Uhr