Sendung vom Montag, 21.11.2011 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Guido Meyer
Seit wenigen Monaten gibt es eine bislang einzigartige Zusammenarbeit zwischen der amerikanischen Weltraumbehörde NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): Von Bord eines Flugzeuges aus beobachten Astronomen des Nachts die Sterne. Eine umgebaute Boeing 747 durchfliegt regelmäßig in zwölf Kilometer Höhe den nächtlichen Himmel über Kalifornien oder über dem Atlantik.
In dieser Höhe – der Stratosphäre – liegt ein Großteil der irdischen Atmosphäre, die die Beobachtung des Sternenhimmels vom Boden aus beeinträchtigt, bereits unter dem Flugzeug und dem 2,7-Meter-Teleskop, das sich in ihm befindet. Mit dem Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Teleskopie (SOFIA) haben die Wissenschaftler an Bord somit einen nahezu störungsfreien Blick auf weit entfernte Objekte im Kosmos, besonders im Bereich des infraroten Lichts. Dort wollen die Forscher die Entstehung entfernter Galaxien beobachten sowie die Entwicklung von Sternen und Sonnensystemen aus interstellaren Molekül- und Staubwolken verfolgen.
Letzte Änderung am: 21.11.2011, 11.30 Uhr