"Die Simpsons" und die Kunstgeschichte
Sendung vom Sonntag, 11.7.2010 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Henry Keazor
Die Comicserie "Die Simpsons" ist besonders auch bei vielen Intellektuellen beliebt, denn es geht dort auf ironische und parodistische Weise auch um die Auseinandersetzung mit wichtigen Kunstwerken des Abendlandes. Ob Michelangelo, Van Gogh oder Jasper Johns - mit manchmal subversiver Geste werden die ach so erhabenen Künstler und deren Kunstwerke von den Simpsons vom Sockel gestoßen und bekommen eine neue Bedeutung. Der Kunsthistoriker Henry Keazor erläutert diese noch unbekannte Seite der Kultserie.
Henry Keazor studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg und an der Pariser Sorbonne. Er promovierte 1996 und war bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am kunsthistorischen Institut in Florenz bzw. am kunstgeschichtlichen Institut in Frankfurt. Er habilitierte sich 2005 und war zunächst Gastprofessor an der Universität Mainz, danach Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit September 2008 hat er den Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes inne. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u. a.: französische und italienische Barockmalerei, Kunst und deren Rezeption in Literatur und Medien, das Phänomen der (Kunst-)Fälschung, Musikvideos.
Bücher (Auswahl):
- Poussin. Taschen Verlag. Oktober 2007.
- "Il vero modo": Die Malereireform der Carracci. Verlag Mann (Gebr.). September 2007
- Video thrills the Radio Star. Musikvideos: Geschichte, Themen, Analyse (zus. mit Thorsten Wübbena), Verlag Transcript, 2. überarbeitete Auflage, Februar 2007.
Letzte Änderung am: 11.07.2010, 08.30 Uhr
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