Sendung vom Dienstag, 14.6.2011 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Patrick Batarilo
Das wichtigste Symbol der Yaqui-Indianer im US-Staat Arizona und im Norden Mexikos ist ein Tänzer mit einer Hirschmaske. Sein Tanz zu großen Festtagen steht für das Ringen der Yaqui um ihre kulturelle Identität – ein Kampf, den sie jahrhundertelang so erfolgreich wie kaum ein anderes indianisches Volk geführt haben. Zur Zeit der Conquista schlugen die Yaqui-Indianer die spanischen Eroberer zurück, und sie kämpften noch bis 1927 mit Waffen um ihre Unabhängigkeit. Trotzdem traten sie in einen freiwilligen Austausch mit jesuitischen Missionaren, und ihre Traditionen sind heute eine einzigartige Mischung katholischer und indigener Riten. Bei Kirchweihen zum Beispiel wird, im Beisein des katholischen Bischofs, der traditionelle Hirschtanz vorm Altar getanzt und die Messe auf Latein gehalten.
Letzte Änderung am: 14.06.2011, 08.30 Uhr