SENDETERMIN Do, 17.1.2013 | 8.30 Uhr

SWR2 Wissen

Big Brother im 21. Jahrhundert

Der Überwachungsstaat in der Literatur

Von Michael Reitz

Überwachung

Der moderne Überwachungsstaat

George Orwell und Aldous Huxley gelten als literarische Klassiker der negativen gesellschaftlichen Utopie. In ihren Romanen "1984" und "Schöne neue Welt" brachten sie das Schreckgespenst des Überwachungsstaates mit einer übermächtigen politischen Diktatur in Zusammenhang. Heute sind die Mechanismen der Kontrolle und Bevormundung subtiler und schwerer wahrzunehmen: Im Internet wird freiwillig mehr Privates preisgegeben als ein Wächterstaat jemals ermitteln könnte. Durch Kreditkarten, Smartphones und Überwachungskameras lässt sich von den meisten Bundesbürgern ein lückenloses Bewegungsprofil erstellen – der digitale Big Brother hat Zwangsmaßnahmen nicht mehr nötig. Diese Entwicklung zieht ihre Spur auch durch die aktuelle Literatur. In Romanen und Essays zeichnen Autoren wie Michael Kumpfmüller, Juli Zeh und Ulrich Peltzer ein beklemmendes Bild der "schönen neuen Welt" des 21. Jahrhunderts.

Stand: 09.12.2012, 03.10 Uhr

aus der Sendung vom

Do, 17.1.2013 | 8.30 Uhr

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