Sendung vom Montag, 30.1. | 8.30 Uhr | SWR2
Von Erwin Kohla
Weltweit bisher einzigartig setzt Deutschland für seine Energieversorgung künftig auf den massiven Ausbau erneuerbarer Energien. Strom aus Fotovoltaik-Anlagen, Windenergie oder Biomasse soll mehr und mehr die deutsche Gesellschaft versorgen und die Wirtschaft am Laufen halten.
Wenig bis gar nichts hört man dagegen vom Ausbau der ältesten und saubersten Form der Energiegewinnung – der Nutzung der Wasserkraft. Wer heute in Deutschland ein Wasserkraftwerk plant, braucht einen langen Atem. Jahrelange Genehmigungsverfahren schrecken die meisten Interessenten ab. Groß ist auch der Widerstand von Umwelt- und Naturschutzverbänden. Dabei könnte das Energie-Potenzial von Flüssen und Stauseen relativ leicht genutzt werden. Hinzu kommt, dass Wasserkraftwerke eine außergewöhnlich lange Lebensdauer haben. Einmal getätigte Investitionen bringen eine jahrzehntelange Rendite. Doch obwohl die Energiewende beschlossen ist, ist Wasserkraft derzeit einfach nicht "in".
Letzte Änderung am: 26.01.2012, 14.29 Uhr