Sendung vom Freitag, 29.10.2010 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Sabine Schütze-Kurth
Vor 100 Jahren etablierte sich in Deutschland der Vegetarismus in Bevölkerungskreisen, die sich erstmals bewusst ernähren wollten. Kurz danach propagierten einige Rohköstler unverarbeitetes, naturbelassenes Essen als gesundheitsfördernd. In den 70ern fanden sich dann die Anhänger der biologisch erzeugten Kost, damals überzeugte Getreideliebhaber und schnell als „Müslis“ verlacht. Die Kinder dieser „Müslis“ haben sich inzwischen als sogenannte LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) etabliert und setzen auf eine allgemein gesunde und nachhaltige Lebensweise. Diese und weitere Modewellen in der Ernährung haben auch dafür gesorgt, dass sich gewisse Ernährungsmythen hartnäckig halten: Fett macht fett! oder Eier sind schlecht für den Cholesterinspiegel. Brauner Zucker soll gesünder sein als weißer, und Kaffee entwässert.
Letzte Änderung am: 29.10.2010, 08.30 Uhr