Die Renaissance des Jiddischen
Sendung vom Freitag, 20.1. | 8.30 Uhr | SWR2
Von Anat Kalman
In den früheren europäischen Hochburgen der jiddischen Sprachkultur, in Paris und Wien, aber auch in Vilnius, Warschau und Bukarest erleben die jiddische Sprache und die jiddisch-sprachige Literatur zurzeit wieder eine ungeahnte Renaissance. Damit erfüllen sich die Hoffnungen jener jiddisch-sprachigen Intellektuellen, die auf der Czernowitzer "Sprachkonferenz" 1908 das Jiddische neben dem Hebräischen zur Nationalsprache der europäischen Juden erklärt hatten. Nach der Tragödie des Holocausts und des 2. Weltkriegs schien das Jiddische zunächst aus Europa getilgt. Es galt als Sprache der Opfer, über die das Hebräische gesiegt hatte. Doch das änderte sich mit der politischen Wende und der Öffnung der osteuropäischen Grenzen. (Produktion 2010)
Letzte Änderung am: 20.02.2012, 08.30 Uhr