Hermann Hesse und der Maler Hans Purrmann
Sendung vom Donnerstag, 24.11.2011 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Martina Conrad

Der deutsche Schriftstellers Hermann Hesse
Das Tessin war zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein beliebter Aufenthaltsort für Künstler und Freigeister. Hier sammelten sich vor und während der beiden Weltkriege die Pazifisten, Emigranten und Flüchtlinge aus ganz Europa. Auch der Schriftsteller Hermann Hesse fand hier ab 1919 eine neue Heimat. In Montagnola schrieb er Romane, begann zu malen und half Flüchtlingen aus Deutschland. 1944 verschlug es den Pfälzer Maler Hans Purrmann in das kleine Bergdorf. Purrmann - 1880 in Speyer geboren - zählte damals zur künstlerischen Moderne. Er war Vorstand der "Akademie Matisse" in Paris und wurde später von den Nationalsozialisten als "entartet" gebrandmarkt. Im Tessin entspann sich zwischen Hesse und Purrmann eine intensive Freundschaft - getragen von gemeinsamen Interessen, gleicher politischer Gesinnung und Respekt. Seit kurzem erst arbeiten Germanisten und Kunsthistoriker diese bislang fast unbekannte Geschichte auf.
Letzte Änderung am: 16.10.2011, 04.31 Uhr