Grundzüge einer Wirtschaftsethik - von Julian Nida-Rümelin
Sendung vom Sonntag, 8.1. | 8.30 Uhr | SWR2
Von Julian Nida-Rümelin
Im Zuge der europäischen Finanz- und Wirtschaftskrise sind skrupellose Börsianer und Banker in den Focus der Kritik geraten, die nur ein Ziel hatten: sich mit Hilfe fremden Kapitals selbst zu bereichern. Es wurde ebenfalls Kritik geübt an einem Wirtschafts- und Finanzsystem, das anscheinend mit einem Wort treffend zu umschreiben ist: zügellos! Brauchen wir also endlich in diesen Bereichen neue Regeln des verantwortungsvollen Handelns? Wenn ja, wie sehen diese aus und wie kann man sie verbindlich festschreiben? Antworten gibt in zwei Teilen Julian Nida-Rümelin, Professor für Philosophie an der LMU in München.
(Teil 2, Sonntag, 15. Januar, 8.30 Uhr)
* Zum Autor:
Julian Nida-Rümelin, geb. 1954, studierte Philosophie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft in München und Tübingen, Promotion 1983, Habilitation1989 in München. Nach einer Gastprofessur in den USA übernahm Nida-Rümelin zunächst (1991-1993) einen Lehrstuhl für Ethik in den Bio-Wissenschaften an der Universität Tübingen und dann (1993-2003) einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Göttingen. Er folgte einem Ruf auf den Lehrstuhl für Philosophie und politische Theorie am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft in München, dessen Direktor er in den Jahren 2004 bis 2007 war und wechselte 2009 auf einen Lehrstuhl für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In den Jahren 1998 bis 2000 war Nida-Rümelin Kulturreferent der Landeshauptstadt München und in den Jahren 2001 und 2002 als Kulturstaatsminister Mitglied der Bundesregierung.
Nida-Rümelin ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im September 2008 wurde er zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (2009 bis 2011) gewählt.
Bücher (Auswahl):
- Die Optimierungsfalle. Philosophie einer humanen Ökonomie. Random House/ Irisiana. 2011.
- Verantwortung. Reclam-Verlag. 2010.
Letzte Änderung am: 27.12.2011, 13.54 Uhr