Die "School of the Americas" und die Militarisierung Lateinamerikas
Sendung vom Freitag, 15.4.2011 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Stefan Fuchs
Mehr als 60.000 Militärs aus Süd- und Mittelamerika wurden an der "United States Army School of the Americas" ausgebildet. Seit sechs Jahrzehnten dient die spanischsprachige Militärakademie in Fort Benning, Georgia, der Sicherung des US-Imperiums in Lateinamerika. Ihre Absolventen bildeten ein grenzübergreifendes militärisches Netzwerk, das die Gesellschaften südlich des Rio Grande mit Terror, Folter, Entführungen und Massenhinrichtungen überzog. Die meisten der sogenannten Contras etwa, die im nikaraguanischen Bürgerkrieg systematischen Terror gegen die Zivilbevölkerung ausübten, waren in Fort Benning ausgebildet worden. Menschenrechtsaktivisten gilt die "Schule der beiden Amerikas" deshalb als "Schule der Mörder und Folterer", deren Schließung sie seit 20 Jahren fordern. (Produktion 2010)
Letzte Änderung am: 15.04.2011, 08.30 Uhr