Warum Tausende Jugendliche in sowjetischen Lagern landeten
Sendung vom Freitag, 3.2. | 8.30 Uhr | SWR2
Von Pia Fruth
Der Zweite Weltkrieg ist verloren, Deutschland besetzt. Die Suche nach Kriegsverbrechern und Nazi-Funktionären beginnt. In der sowjetischen Besatzungszone werden mehr als 10.000 unschuldige Jugendliche in Haft genommen. Die jüngsten sind 13 Jahre alt. Erst Jahre später erfahren die Eltern, wo ihre Kinder sind. In ehemaligen KZs wie Bautzen, Hoheneck oder Sachsenhausen verbüßen sie Freiheitsstrafen von bis zu 25 Jahren. Viele werden hingerichtet, einige nach Sibirien deportiert. Unterstellt werden ihnen antisowjetische Propaganda, Spionage und Mitgliedschaft in der Terrorgruppe "Werwolf". Doch die Sowjets sitzen einer der letzten nationalsozialistischen Propaganda-Lügen auf: Aktive "Werwölfe" gibt es nur auf dem Papier. Erst als die sowjetischen Lager 1950 aufgelöst werden, kommen die unschuldigen Opfer frei. (Produktion 2010)
Letzte Änderung am: 03.02.2012, 08.30 Uhr