Ein Genre unter Reformdruck
Sendung vom Donnerstag, 9.2. | 8.30 Uhr | SWR2
Von Eberhard Falcke
In den USA und Großbritannien ist der Campus-Roman ein etabliertes Genre. Es schlägt seine Funken aus dem Zusammenstoß des hochmögenden Geisteslebens mit den ganz normalen Regungen des gemeinen Lebens. Der Campus-Roman erzählt - oft satirisch zugespitzt - von Eitelkeit, Intrigen und Sex, von akademischen Statuskämpfen, Höhenflügen oder Abstürzen. Kein Wunder, dass sich der Schauplatz Universität auch hierzulande wachsender Beliebtheit erfreut. Prominentestes Beispiel: Dietrich Schwanitz’ Universitätsroman "Der Campus" von 1995. Doch auch die aktuellen Entwicklungen finden in der Literatur ihren Niederschlag - etwa die Reformen des Bologna-Prozesses, durch die sich der Campus-Schauplatz dramatisch verändert. Kann das Genre den Wandel zur verschulten, verwalteten Massenuniversität überleben?
Letzte Änderung am: 10.01.2012, 11.14 Uhr