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Steigende psychische Belastung im Arbeitsumfeld
Seit dem Jahr 2000 haben Krankentage, die im Zusammenhang mit depressiven Erkrankungen stehen, um 40 % zugenommen. Das hat die Deutsche Angestellten Krankenkasse schon im Jahr 2005 festgestellt.
Frauen sind besonders betroffen
Besonders betroffene Berufsgruppen sind laut Studien verschiedener Krankenkassen vor allem Frauen die im Kundenkontakt arbeiten, z.B. in Callcentern, vor allen Dingen aber auch in der Pflege.
Besonders bemerkenswert ist, dass auch eine Zunahme bei qualifizierten Berufstätigen zu verzeichnen ist. Psychische Erkrankungen sind nicht reduziert auf klassische, stark im Berufsleben belastete Gruppen wie zum Beispiel Arbeiter oder einfache Angestellte, sondern es erwischt jetzt zunehmend auch Experten, Hochqualifizierte und Führungskräfte.
Hoher Leistungsdruck in Betrieben
Weitere Studien wenden sich explizit Belastungen von Mitarbeitern in modernen Betrieben zu. So zeigt eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung bei Betriebsräten in deutschen Unternehmen, dass in 67 Prozent der Betriebe "ein hoher Leistungsdruck herrscht" und 43 Prozent der Beschäftigten psychische Probleme haben. Um dem wachsenden Druck standzuhalten, greifen Betroffene immer häufiger zu Psychopharmaka, um ihre berufliche Leistung zu steigern.
Erhöhte Burnout-Gefahr
Eine aktuelle Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt, dass es generell in der modernen Arbeitswelt ein hohes Risiko gibt, psychisch zu erkranken. Zusammenfassend ergibt sich folgendes Bild: Depression gilt als neue Volkskrankheit. Seelische Krankheiten prägen zunehmend das Krankheitsgeschehen. Das psychische Elend in den Betrieben ist erschreckend.
Letzte Änderung am: 05.08.2010, 15.55 Uhr