Feuchtgebiet oder Trockenübung?
Sendung vom Donnerstag, 6.5.2010 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Ingrid Strobl
"Feminismus" ist in den letzten Jahrzehnten zum Unwort mutiert. Doch seit einiger Zeit macht der "Neue Feminismus" Furore. Studentinnen belegen Seminare über feministische Theorien; junge Frauen lesen popfeministische Magazine und Bücher wie "Wir Alphamädchen" oder "Feuchtgebiete". Darin wird postuliert: Feminismus ist cool - und notwendig. Geschlechterforschung, Popfeminismus und junge Frauen selbst räumen auf unterschiedliche Weise mit der Illusion auf, die Gleichberechtigung sei längst erreicht.
Allerdings findet der "Neue Feminismus" vor allem in Hochschulzirkeln und in den Medien statt. Migrantinnen, alleinerziehende Mütter oder Hartz-IV-Empfängerinnen spielen darin keine Rolle; Themen wie häusliche Gewalt, Missbrauch und sexuelle Ausbeutung gelten weiterhin als "uncool". Welche Ziele haben sich die "Neuen Feministinnen" tatsächlich auf die Fahnen geschrieben – und steckt dahinter mehr als eine kurzfristige Mode?
Letzte Änderung am: 04.04.2010, 05.20 Uhr