Sendung vom Freitag, 30.4.2010 | 8.30 Uhr | SWR2
Die Studenten-Revolte in den USA
Von Udo Zindel
Um 1960 begann an US-Universitäten eine Rebellion, die die 60er-Jahre und den Ausgang des Vietnam-Krieges entscheidend beeinflusste. „Es gibt eine Zeit, da Ihr Eure Körper in das Getriebe der Maschinen werfen und den ganzen Apparat blockieren müsst“, rief Mario Savio, der Kopf des Free Speech Movement, der ersten, erfolgreichen Studentenbewegung, die in Berkeley begann und zum Vorbild für europäische Kommilitonen wurde. Ab 1967 sprachen US-Studenten offen von Revolution. Auf dem Höhepunkt des Vietnam-Krieges fanden an der Hälfte der 2.500 US-Universitäten Demonstrationen statt. Polizisten und Nationalgardisten erschossen neun junge Menschen; Hunderte wurden verletzt. Ein Berater von US-Präsident Nixon sah Fallschirmjäger in Washington D.C. in Stellung gehen: „Das können nicht die Vereinigten Staaten von Amerika sein,” dachte er, „dieses Land führt Krieg gegen sich selbst!” (Produktion 2008)
Letzte Änderung am: 29.04.2010, 09.03 Uhr