Der verzweifelte Kampf der Indios im Gran Chaco
Sendung vom Mittwoch, 14.12.2005 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Gabor Paal

Auf dem Papier steht alles zum Besten: Die Rechte der Ureinwohner Argentiniens sind gesetzlich geschützt, das Land hat alle einschlägigen Menschenrechtskonventionen ratifiziert. Doch im Norden, im Gran Chaco, sehen die Indianer ihren Lebensraum akut bedroht. Die Rinder und Ziegen der weißen Kleinbauern fressen alles kahl, Agrokonzerne roden die Wälder, aus denen sich die Indios bisher ernährt haben.
Weite Teile des Chaco verwandeln sich in riesige Soja- und Maisfelder für die Exportwirtschaft. Doch nicht nur handfeste finanzielle Interessen prallen aufeinander, sondern auch Kulturen, die sich nicht verstehen. Denn die Indios haben ein ganz eigenes Verständnis von "Land" oder von "Politik". Das zeigen die Erfahrungen von Ethnologen, die zum Teil seit Jahren mit diesen Völkern leben.
Letzte Änderung am: 27.10.2006, 00.27 Uhr