Sendung vom Freitag, 29.1.2010 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Volker Demuth
Die Komfort- und Spaßgesellschaft kennt nur noch wenige Tabus: Eines davon ist der Schmerz. Von der modernen Medizin wird erwartet, dass sie das Leben schmerzfrei macht und die stechenden, nagenden, aufwühlenden Qualen des Menschen endgültig beseitigt. Dabei gehört es seit der griechischen Antike zum Grundwissen der Europäer, dass Schmerz die Basis aller Kultur darstellt. Bis ins Kleinste hinein werden Kunst, Religion, Wissenschaft, Moral und Alltag von Schmerzerfahrungen geprägt – und vorangetrieben. Seit Jahrtausenden versuchen Völker, sich dem Schmerz zu stellen und ihm einen Sinn zu geben. Stimmt es also, dass es ohne Schmerz kein Bewusstsein gibt, wie etwa Joseph Beuys glaubte? Und welche Folgen hat es, wenn unsere Gesellschaft schmerzliche Erfahrungen verdrängt? (Produktion: 2009)
Letzte Änderung am: 29.01.2010, 08.30 Uhr
Der SWR ist Mitglied der ARD ![]()
Sitemap | Impressum | Datenschutz | © SWR