Wie die Reichen der Welt den Ärmsten Ackerland nehmen
Sendung vom Dienstag, 6.10.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Thomas Kruchem
Reiche Staaten mit geringer eigener Nahrungsmittelproduktion und internationale Konzerne erwerben in atemberaubendem Tempo Agrarflächen in zum Teil bitterarmen Entwicklungsländern. Die Investoren wissen, dass Nahrungsmittel langfristig knapper und teurer werden, weil die Zahl der Menschen steigt, weil Anbauflächen für Biosprit beansprucht und durch Misswirtschaft und Klimawandel weniger ertragreich werden. Besonders betroffen ist Kambodscha. Unter dem extrem korrupten Hun-Sen-Regime ist „land grabbing“ seit langem üblich. Firmen aus Kuwait und Qatar z.B. erwerben Hunderttausende Hektar besten Ackerlands und versprechen Infrastruktur. Sie wollen mit modernsten Methoden Reis im Land der Khmer anbauen und in ihre Länder exportieren. Was bedeutet das weltweit zunehmende „land grabbing“ für die Subsistenzbauern, die Agrarstruktur und Ernährungssicherheit der betroffenen Länder?
Letzte Änderung am: 13.09.2009, 03.31 Uhr
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