Giftmüllexport in Entwicklungsländer
Sendung vom Dienstag, 2.6.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Thomas Kruchem
Die Industriestaaten ertrinken in ihrem Problemmüll. Vor allem die Entsorgung schwermetall- und schadstoffhaltigen Elektronikmülls ist in der EU, Japan oder den USA sehr teuer. Billiger ist es, Giftmüll zum „Recycling“ in arme Entwicklungsländer abzuschieben, wo er jedoch die Umwelt gefährdet und die Ärmsten der Armen schwersten gesundheitlichen Gefahren aussetzt bis hin zu Krebs und Veränderungen des Erbguts. Seit den 90er-Jahren wird deshalb mit der „Basler Konvention“ und dem „Basel Ban Amendment“ versucht, dem Giftmüllexport in arme Länder einen Riegel vorzuschieben - mit begrenztem Erfolg: Während sich die EU bemüht, die Konventionen umzusetzen, versucht zum Beispiel Japan, in seinem „Hinterhof“ Giftmüllkolonien einzurichten.
Letzte Änderung am: 20.05.2009, 13.10 Uhr
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