Literatur im Kosovo
Sendung vom Donnerstag, 26.3.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Ulrike Janssen
Anfang 2008 erklärte sich die ehemalige serbische Provinz Kosovo zur unabhängigen Republik und ist seither auf allen Weltagenden verzeichnet. Auf der kulturellen Landkarte Europas dagegen ist sie ein weißer Fleck. Die Literatur des kleinen, überwiegend von Albanern bewohnten Landes ist in Deutschland nahezu unbekannt. Dabei hatten die Kosovo-Albaner im relativen Freiraum Jugoslawiens Zugang zur Weltliteratur und konnten eine eigenständige Literaturszene entwickeln.
Als sich die Repressionen verstärkten, wurde vor allem die Lyrik zu einem Raum des geistigen Widerstands. Der Krieg Ende der 1990er-Jahre bedeutete auch in literarischer Hinsicht einen Bruch. Welche Themen beschäftigen die Schriftsteller im Kosovo heute? Wie erleben sie das kulturelle Leben in Prishtina, der Hauptstadt des jüngsten Staates in Europa? Autoren wie Beqë Cufaj und Eqrem Basha führen durch die literarische Szene eines Landes, das in vielerlei Hinsicht noch „under construction“ ist.
Letzte Änderung am: 15.02.2009, 05.21 Uhr
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