Über den Nutzen der Religion
Sendung vom Sonntag, 23.3.2008 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Friedrich Wilhelm Graf
Ohne Religion würde es Mord und Totschlag geben, die Menschen müssten ohne jegliche Moral und Ethos auskommen, das sagen die einen. Die anderen behaupten das Gegenteil: Gerade wegen der Religionen gibt es Feindschaft, Ausgrenzung und Stigmatisierung Andersgläubiger, ja, im Extremfall gibt es sogar Terrorismus - siehe den Islamismus. Über diese Argumente wird kontrovers diskutiert, wobei innerhalb dieses Streits sich auch Atheisten und Gläubige medienwirksame Wortgefechte liefern. Friedrich Wilhelm Graf, Professor für systematische Theologie an der Universität in München, fragt, ob sich hinter diesem Streit eine neue Renaissance religiösen Denkens verbirgt.

Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf studierte Evangelische Theologie, Philosophie und Geschichte. 1978 Promotion zum Dr. theol., danach Habilitation für das Fachgebiet Systematische Theologie. 1988 - 92 Professor für Systematische Theologie und Neuere Theologiegeschichte in Augsburg, seit 1999 Ordinarius für Systematische Theologie und Ethik an der Universität München, seit 2003 Stipendiat des Historischen Kollegs München. Als erster Theologe ist Graf Träger des Leibniz-Preises der DFG.
Buchtipp:
- Die Wiederkehr der Götter. Religion in der modernen Kultur. Beck.
- Der Protestantismus. Geschichte und Gegenwart. Beck.
Letzte Änderung am: 19.02.2008, 11.44 Uhr