Hugo Chavez und sein Erdöl-Sozialismus
Sendung vom Dienstag, 25.3.2008 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Rolf Pflücke
Seit der Ölpreis auf Rekordhöhen stieg, sprudeln die Staatseinnahmen Venezuelas wie nie zuvor. Hugo Chavez, der starke Mann des Landes, treibt mit diesem Dollar-Segen seinen „Bolívarianischen Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ voran. Er verstaatlichte die Ölvorkommen, den Telefon- und Energiesektor, holte Tausende kubanischer Ärzte und Lehrer ins Land und sagte den Großgrundbesitzern den Kampf an. Vielen gingen Chavez’ Machtgelüste freilich zu weit. George W. Bush nannte er wiederholt einen „Teufel“. Und beim letzten Iberoamerika-Gipfel legte er sich mit dem spanischen König an. Doch die meisten der 25 Millionen Venezolaner sind stolz auf ihn. Er hat die Armut und die Arbeitslosigkeit drastisch verringert und das Land in der Dritten Welt kräftig aufgewertet. Wer ist – und was will – dieser Hugo Chavez?
Letzte Änderung am: 17.02.2008, 02.28 Uhr