Die ethischen Konsequenzen
Sendung vom Sonntag, 3.2.2008 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Otfried Höffe
Die Möglichkeiten der modernen Biotechnologien und Medizin werfen immer wieder Fragen auf, die die Menschenwürde betreffen: Haben embryonale Stammzellen eine Würde, darf man sie zu Forschungszwecken gebrauchen? Wie schutzwürdig ist der menschliche Embryo prinzipiell? Über diese Fragen wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert, und je nach dem, wie man Menschenwürde definiert, fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Otfried Höffe, Professor für Philosophie an der Universität Tübingen, beantwortet diese Fragen, indem er auf den idealistischen Ansatz von Immanuel Kant zurückgreift.
Otfried Höffe wurde 1943 in Oberschlesien geboren; ab 1964 Studium der Philosophie, Geschichte Theologie und Soziologie, dann Habilitation für Philosophie. 1976 - 78 o. Professor für Philosophie an der Universität Duisburg, seit 1992 o. Professor für Philosophie an der Universität Tübingen, Gründer und Leiter der Forschungsstelle Politische Philosophie. Höffe interessiert sich vor allem für das weite Feld menschlicher Praxis; der Kant-Spezialist arbeitet im Rahmen der praktischen Philosophie Grundsätze heraus, die den Individuen ein humanes Leben und vor allem Zusammenleben ermöglichen.
Bücher (Auswahl):
- Gerechtigkeit. Beck.
- Demokratie im Zeitalter der Globalisierung. Beck.
- Aristoteles. Beck.
- Kleine Geschichte der Philosophie. Beck.
- Medizin ohne Ethik. Suhrkamp.
- Kants Kritik der reinen Vernunft. Beck.
- Wirtschaftsbürger, Staatsbürger, Weltbürger. Beck.
Letzte Änderung am: 23.12.2007, 04.28 Uhr
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