Sendung vom Samstag, 27.1.2007 | 8.30 Uhr | SWR2
Anmerkungen zur Ökonomie des kulturellen Notstands
Von Robert Kurz
Groß ist der Katzenjammer über das schlechte Ranking des deutschen Bildungswesens - gering sind die Investitionen in die Bildungsetats. Im wachsenden Heer der Überflüssigen sinkt sogar der Alphabetisierungsgrad. Von intellektueller Selbsthilfe, die einmal "Arbeiterbildung" hieß, ist in der medialisierten Gesellschaft keine Spur mehr zu finden. Aus den Enterbten der Wissensgesellschaft scheint eine neue kulturelle Unterschicht zu entstehen. Zugleich reduzieren die oberen Ränge der Bildungshierarchie alle Inhalte auf ökonomische Verwertbarkeit. Es gibt verschiedene Arten von Bildungsnotstand, die in einem inneren Zusammenhang stehen - und es ist an der Zeit, die Grauzonen der Bildungsdebatte auszuleuchten.
Letzte Änderung am: 23.01.2007, 03.13 Uhr
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