Architekten lernen von Elendsvierteln
Sendung vom Dienstag, 22.6.2010 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Nina Gruntkowski
In Südafrikas Städten prallen Gegensätze aufeinander. Während immer neue hochmoderne Bürogebäude mit glitzernden Außenfassaden entstehen, lebt ein Großteil der Bevölkerung in oftmals provisorisch zusammengezimmerten Behausungen in den Townships. Auch die südafrikanische Regierung sieht langsam ein, dass sie nicht jedem Südafrikaner ein eigenes Haus bauen kann, wie sie nach dem Ende der Apartheid versprochen hatte. Deshalb bemühen sich nun junge Architekten, die selbst gewachsenen Siedlungsstrukturen an den Rändern der Stadt zu verstehen, um neue Siedlungsmodelle zu entwerfen. Dies könnte ein wichtiger Schritt hin zu einem eigenständigen Ansatz in der südafrikanischen Architektur sein, die sich bislang am Westen orientiert.
Letzte Änderung am: 11.05.2010, 11.41 Uhr